Tauchen im Kreidesee Hemmoor
Ein Blick unter die Oberfläche eines der bekanntesten Tauchspots Deutschlands.
Tauchen im Kreidesee Hemmoor
Ein besonderer Ort unter Wasser
Es gibt Orte, die bleiben Dir als Taucher einfach im Kopf. Das Tauchen im Kreidesee Hemmoor gehört für viele Taucher genau dazu. Wenn Du zum ersten Mal am Einstieg stehst und in das unglaublich klare Wasser schaust, wirkt es fast unwirklich. Unter Dir verschwindet das Ufer in einem tiefblauen Grün, das eher an einen Bergsee erinnert als an einen ehemaligen Steinbruch in Norddeutschland.
Viele Taucher hören irgendwann von diesem See. Spätestens wenn Du selbst dort abtauchst, verstehst Du warum.
Der Kreidesee ist kein gewöhnlicher Tauchplatz. Es ist ein Ort, an dem Taucher ihre Fähigkeiten entwickeln, neue Ausrüstung testen und einfach durch eine faszinierende Unterwasserlandschaft gleiten.
Manchmal reicht schon der Blick von der Plattform ins Wasser, um zu merken, dass dieser Ort anders ist. Sobald Du abtauchst, verschwinden Geräusche, Bewegungen werden ruhiger und Du wirst Teil dieser besonderen Unterwasserwelt.
Weitere nützliche Informationen findest Du unter: https://www.kreideseetaucher.de

Max. Tiefe: 60m
Sichtweiten: 10 - 25 m
Wassertemperatur: 4°C - 20°c
Wie aus einem Steinbruch ein Tauchspot wurde
Der Kreidesee war ursprünglich ein Kalksteinbruch. Jahrzehntelang wurde hier Kreide abgebaut, die später unter anderem in der Zementproduktion verwendet wurde. Große Maschinen prägten die Landschaft – ein Ort, den man damals kaum mit Tauchen verbunden hätte.
Als der Abbau in den 1970er Jahren eingestellt wurde, begann sich die riesige Grube langsam mit Grundwasser zu füllen. Über viele Jahre entstand ein See, dessen steile Wände noch heute an die industrielle Vergangenheit erinnern.
Einige Maschinen und Strukturen blieben im Steinbruch zurück und verschwanden nach und nach unter der Wasseroberfläche.
Genau diese Mischung macht den See heute so besonders. Unter Wasser findet man nicht nur Felsen und Abbruchkanten, sondern auch Relikte aus der Zeit des Bergbaus.
Heute gehört der Kreidesee zu den bekanntesten Tauchspots Deutschlands. Taucher aus dem ganzen Land kommen hierher, um diese besondere Unterwasserlandschaft selbst zu erleben.

Unterwasserlandschaft mit Charakter
Der Kreidesee wirkt unter Wasser fast größer, als man es von der Oberfläche erwartet.
Steile Abbruchkanten, Plateaus und flache Bereiche wechseln sich ab. Je tiefer Du tauchst, desto ruhiger wird die Umgebung.
In vielen Bereichen beträgt die Sichtweite über zehn Meter. An guten Tagen sogar deutlich mehr.
Das sorgt dafür, dass Du Strukturen früh erkennst und Dich im See gut orientieren kannst. Gleichzeitig entsteht ein Gefühl von Weite, das man in vielen anderen Seen vermisst.
Tauchplätze, die man gesehen haben sollte
Der See bietet mehrere markante Punkte, die viele Taucher immer wieder ansteuern.
Der Rüttler

Eines der bekanntesten Objekte im Kreidesee ist der sogenannte Rüttler. Das große Gebäude stammt noch aus der Zeit des Steinbruchs und liegt heute in etwa 30 Metern Tiefe.
Der versunkene LKW

Ein weiterer beliebter Spot ist ein alter LKW, der gezielt im See versenkt wurde. Das Fahrzeug ist relativ leicht zu finden und eignet sich gut als Orientierungspunkt während eines Tauchgangs.
Der Unterwasserwald

Wenn Du langsam zwischen ihnen hindurch tauchst, entsteht eine fast mystische Atmosphäre. Das Licht bricht sich im Wasser und zeichnet helle Linien zwischen den dunklen Silhouetten der Bäume.
Warum der Kreidesee ideal für Ausbildung ist
Der Kreidesee ist nicht nur ein faszinierender Tauchspot, sondern auch ein hervorragender Ort für Training und Ausbildung. Viele Bedingungen, die Taucher für ihre Entwicklung brauchen, kommen hier zusammen.
Die Sichtweiten sind für einen Binnensee außergewöhnlich gut. Gerade bei Übungen ist es hilfreich, wenn Du Dein Team jederzeit im Blick behalten kannst. Gleichzeitig bieten die Strukturen unter Wasser klare Orientierungspunkte, die Navigation und Planung deutlich einfacher machen.
Ein weiterer Vorteil sind die unterschiedlichen Tiefenzonen. Flache Bereiche eignen sich gut für Grundlagenübungen, während Steilwände und tiefere Abschnitte realistische Bedingungen für fortgeschrittene Trainings bieten.
Diese Kombination aus Struktur, Tiefe und guter Sicht macht den Kreidesee zu einem der besten Ausbildungsgewässer in Norddeutschland.
Genau deshalb eignet sich der See sowohl für klassische Tauchausbildung als auch für weiterführende Trainings im technischen Tauchen.

Ein Ort, an den man zurückkehrt
Viele Taucher besuchen den Kreidesee einmal – und stellen schnell fest, dass es nicht bei diesem einen Tauchgang bleibt.
Vielleicht liegt es an der besonderen Klarheit des Wassers. Vielleicht an den alten Maschinen aus der Zeit des Steinbruchs, die heute still auf dem Grund liegen. Oder an den steilen Wänden und Strukturen, die jeden Tauchgang ein wenig anders machen.
Der Kreidesee hat diese seltene Eigenschaft, dass man ihn nie ganz „fertig getaucht“ hat. Selbst wenn Du den See schon kennst, entdeckst Du bei jedem Besuch neue Details – ein anderes Licht, eine neue Perspektive, einen Bereich, den Du zuvor übersehen hast.
Genau deshalb kehren viele Taucher immer wieder hierher zurück. Nicht nur wegen der guten Bedingungen, sondern weil jeder Tauchgang ein kleines Abenteuer bleibt.
Und manchmal beginnt dieses Abenteuer schon beim Blick von der Plattform ins Wasser.


